Berlin

Berlin Geschichte
- 1237: Gilt als offizielles Jahr der Stadtgründung. Cölln wird in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt, Berlin folgt 1244.
- 1280: Berlin erhält ein neues Stadtsiegel, auf dem erstmals zwei Bären abgebildet sind.
- 1307: Berlin und Cölln bilden eine Union, um die Rechte gegenüber dem Landesherrn zu sichern und auszuweiten. Neues, gemeinsames Rathaus. Nach innen behalten die Städte eigenständige Verwaltungen und Haushalte, nach außen bilden sie eine Einheit.
- 1356: Die Markgrafenschaft Brandenburg wird Kurfürstentum.
- 1360-1518: Berlin-Cölln ist Mitglied des Hansebundes und nimmt als Vertreter der mitttelmärkischen Städte an den Tagungen in Lübeck teil.
- 1411: Mit der Berufung des Nürnberger Burggrafen Friedrich VI. aus dem Hause Hohenzollern zum obersten Verweser und Hauptmann der Mark beginnt die über 500-jährige Hohenzollernherrschaft in Berlin.
- 1432: Berlin und Cölln schließen sich zu einer Stadtgemeinde zusammen.
- 1486: Berlin wird Residenzstadt, was einen Zugewinn an politischer Bedeutung bringt, zugleich aber auch einen Verlust der städtischen Freiheiten.
- 1658-1683: Berlin und Cölln werden als Festung in Form eines Sterns mit 13 Bastionen ausgebaut.
- 1671: Die Berliner jüdische Gemeinde wird gegründet.
- 1685: Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, erlässt das Toleranzedikt von Potsdam, was die Einwanderung von Neusiedlern und Glaubensflüchtlingen erneut erleichtert.
- 1709: König Friedrich I. verfügt die Vereinigung der fünf Städte Berlin, Cölln, Friedrichswerder, Dorotheenstadt und Friedrichstadt zur Haupt- und Residenzstadt Berlin.
- 1717: In Berlin wird die allgemeine Schulpflicht eingeführt. Deren Umsetzung dauert noch einige Jahrzehnte.
- 1734-1737: Die 1658-83 errichtete Stadtbefestigung abgerissen und durch eine 14,5 km lange Zoll- ("Akzise"-) Mauer ersetzt.
- 1791: Das von Carl Gotthard Langhans ab 1788 errichtete Brandenburger Tor wird eingeweiht. 1793 wird die von Johann Gottfried Schadow geschaffene Quadriga aufgesetzt.
- 27.10.1806: Der französische Kaiser Napoleon zieht mit seinen Truppen durch das Brandenburger Tor in Berlin ein. Die Stadt bleibt bis zum Dezember 1808 von französischen Truppen besetzt. Die französische Fremdherrschaft in Preußen konnte erst 1814 endgültig beendet werden.
- 1809: Eine neue, vom Freiherrn vom Stein entwickelte preußische Städteordnung tritt in Kraft und gewährt Berlin weitgehende Selbstverwaltungsrechte. Erstmals wird eine Stadtverordnetenversammlung gewählt, die dem König einen Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt benennt.
- 1848: Soziale Not und die Einschränkung politischer Freiheiten führen im März zum Ausbruch der bürgerlich-demokratischen Revolution in Berlin.
- 1861: Eingemeindung mehrerer Vorstädte.
- 1871: Berlin wird Hauptstadt des Deutschen Reiches. Dieser Gewinn an politischer Bedeutung, die Industrialisierung und der wirtschaftliche Aufschwung der Gründerjahre führen zur Ansiedlung zahlreicher weiterer Unternehmen in der Stadt. Berlin wird polit., ökonom. und wissenschaftl. Zentrum des Kaiserreichs.
- 1878: Das „Gesetz gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie“ verbietet Organisationen, Druckschriften und Versammlungen der als „Reichsfeinde“ angesehen Sozialdemokraten.
- 1890: Bei den Reichstagswahlen wählt die absolute Mehrheit der Berliner sozialdemokratisch.
- 1911: Die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (heute Max- Planck-Gesellschaft) wird gegründet. Neben der Wissenschaft blühen auch Kultur, Wirtschaft und Forschung. Berlin gewinnt internationales Profil durch einige große Namen.
- 1911/1912: Berlin schließt sich mit mehreren umgebenden Städten und Kreisen zum Zweckverband Groß-Berlin zusammen.
- 1914-1918: Während der Kriegsjahre wird die Versorgung der Millionenstadt immer schwieriger. Hunger und Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung führen gegen Ende des Krieges in Berlin zu Massenstreiks.
- 09.11.1918:Abdankung Kaiser Wilhelms II. und Übergabe der Regierungsgeschäfte an Friedrich Ebert (SPD). Ausrufung der freien deutschen Republik und Proklamation der freien sozialistischen Republik Deutschlands.
- 11.11.1918: Ende des Ersten Weltkriegs beendet.
- 29.02.1919:  Eine neue Berliner Stadtverordnetenversammlung wird gewählt, erstmalig nicht nach dem Dreiklassenwahlrecht.
- 1929: Die Weltwirtschaftskrise erfasst Berlin.  Es kommt zu Demonstrationen und gewalttätigen Unruhen.
- 1933: Die „Machtergreifung“ Adolf Hitlers führt zur Machtübernahme der Nationalsozialisten und zum Ende der Demokratie in Deutschland und Berlin.
- 1934/35: Alle gewählten Gremien der Stadt werden aufgelöst. Die Verwaltung wird „gleichgeschaltet“.
- 1938: Mit der Annexion Österreichs am 12. März wird Berlin Hauptstadt des „Großdeutschen Reiches“.
- 1939: Mit der Kriegserklärung an Polen am 1. September wird Berlin zum Ausgangspunkt des Zweiten Weltkriegs.
- 21.04.1945: Die Rote Armee überschreitet erstmals die Stadtgrenze Berlins. Die „Schlacht um Berlin“ beginnt. Sie endet mit dem Selbstmord Hitlers am 30. April und der Einstellung aller Kampfhandlungen der deutschen Wehrmacht in Berlin am 2. Mai. Für Berlin ist der Krieg beendet. In der Nacht vom 8. auf den 9. Mai erfolgt im Kasinosaal einer Wehrmachtskaserne im Berliner Ortsteil Karlshorst vor den Vertretern aller Alliierten die förmliche Kapitulation für ganz Deutschland.
1946-49: Zunehmende Interessengegensätze der Siegermächte zur Nachkriegsordnung Europas und insbesondere Deutschlands führen zum Scheitern der gemeinsamen Verwaltung der Stadt durch die Alliierten. Berlin entwickelt sich zum Brennpunkt des „Kalten Krieges“.
- 13.08.1961: Die DDR beginnt mit dem Bau einer Mauer entlang der Sektorengrenze und riegelt beide Teile der Stadt voneinander ab.
- 03.09.1971: In West-Berlin wird das Vier-Mächte-Abkommen zu Berlin unterzeichnet. Es klärt die Bindungen zwischen Berlin und der Bundesrepublik Deutschland und ermöglicht in der Folge eine Vielzahl von praktischen Regelungen zum Nutzen der Menschen. Mit seinen Folgeabkommen zum Transitverkehr sowie den Reise- und Besuchsmöglichkeiten tritt es am 3. Juni 1972 in Kraft.
- 09.11.1989: Die DDR öffnet die Mauer in Berlin und die innerdeutsche Grenze.
- 03.10.1990: Mit einem Staatsakt wird in Berlin die Vereinigung Deutschlands vollzogen.
- Sommer 1994: Die amerikanischen, britischen, französischen und russischen Truppen verabschieden sich aus Berlin.


Sehens- und Erlebenswertes
- Alexanderplatz, Gendarmenmarkt, Potsdamer Platz
- Brandenburger Tor
- Siegessäule
- Reichstag
- Berliner Dom
- Checkpoint Charlie
- East-Side-Gallery
- Fernsehturm
- Holocaust-Majnmal, Jüdisches Museum und Neue Synagoge
- Kurfürstendamm
- Museumsinsel
- Nikolaiviertel
- Zoo Berlin
- Trabi Safari

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